Katzen 3/3

🐱 Cats are special!
🔎 Kommen wir heute zum dritten und vorerst letzten Snackable Feedfact über Katzen – und der hat es noch einmal in sich.
🥩 Katzen sind strikte Fleischfresser (Carnivoren).
Zwar können sie pflanzliche Bestandteile aufnehmen, viele Nährstoffe daraus jedoch nicht ausreichend nutzen. So ist es Katzen beispielsweise nicht möglich, β-Carotin in Vitamin A umzuwandeln – anders als beim Hund. Auch Vitamin D₂ aus Pflanzen kann nur in sehr geringem Maße für ihre Vitamin-D-Versorgung genutzt werden.
🧠 Ein großes Gehirn braucht Energie.
Katzen benötigen relativ viel Glucose zur Energieversorgung ihres Gehirns. Da ihre natürliche Beute nur geringe Mengen Kohlenhydrate enthält, können Katzen Glucose aus Aminosäuren selbst herstellen (Gluconeogenese).
Daher haben sie auch einen etwa 20 % höheren Protein- bzw. Aminosäurenbedarf als Hunde.
🔬 Einige Aminosäuren sind für Katzen zwingend essentiell.
Dazu gehören insbesondere Taurin und Arginin. Während Hunde diese zumindest teilweise selbst synthetisieren können, ist die Katze vollständig auf die Aufnahme über tierisches Gewebe angewiesen.
⚙️ Auch andere Stoffwechselwege sind eingeschränkt.
So können Katzen Niacin nicht ausreichend aus Tryptophan synthetisieren.
Außerdem sind sie auf die Zufuhr von Arachidonsäure angewiesen, da ihnen Enzymsysteme fehlen, um diese Fettsäure in ausreichender Menge aus pflanzlichen Vorstufen zu bilden.
🐭 Die natürliche Beute liefert all das automatisch.
Mäuse und andere Beutetiere enthalten von Natur aus ausreichend
✔️ Protein
✔️ Taurin
✔️ Arginin
✔️ Arachidonsäure
✔️ Vitamin A
✔️ Vitamin D
Diese Nährstoffe kommen in der Pflanzenwelt nicht oder nur in sehr geringen Mengen vor.
🌾 Und trotzdem können Katzen Stärke verdauen.
Auch als Fleischfresser produziert die Bauchspeicheldrüse der Katze Amylase, um stärkehaltige Bestandteile enzymatisch aufzuschließen. Ihre Kapazität ist zwar geringer als beim Hund, aber durchaus ausreichend.
In einer ausgewogenen Ration können daher auch stärkereiche Komponenten sinnvoll eingesetzt werden – beispielsweise um den ökologischen Fußabdruck der Fütterung zu reduzieren.
📌 Was heißt das für die Praxis?
✔️ Katzen benötigen zwingend Nährstoffe aus tierischen Quellen
✔️ rein pflanzliche Rationen sind nur mit gezielter Supplementierung bedarfsdeckend möglich
✔️ der Nährstoffbedarf der Katze unterscheidet sich deutlich vom Hund
🐾 Die Katze zeigt als obligater Fleischfresser mehrere Stoffwechselbesonderheiten – und genau diese machen deutlich, warum ihre Ernährung nicht einfach mit der des Hundes vergleichbar ist.
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